Partikeln in der Grammatik

(Unflektierbare Wörter)

Was sind Partikeln?

Als Partikeln (Einzahl: die Partikel) werden Wörter bezeichnet, die nicht flektiert (gebeugt) werden können. Sie können im Satz beispielsweise persönliche Empfindungen, Meinungen und den Grad von etwas ausdrücken und sind vor allem in der gesprochenen Sprache ein wichtiger Bestandteil. Zu den Partikeln zählen Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen und Interjektionen. Sie sind keine eigenen Satzglieder und sie können nicht erfragt werden.

Partikeln haben in der Regel weder eine grammatische Funktion noch eine lexikalische Bedeutung. So haben die folgenden beiden Sätze mit und ohne Partikel die gleiche Bedeutung:

  1. Kein Unterschied in der lexikalischen bzw. grammatischen Bedeutung:
    • „Ich finde es schön, dass du es mir gesagt hast.“ (ohne Partikel ‚ja‘)
    • „Ich finde es ja schön, dass du mir es gesagt hast.“ (mit der Partikel ‚ja‘ → drückt zusätzlich das Empfinden des Sprechers in dieser Situation aus)
  2. Weiterhin können Partikeln in die folgenden Gruppen unterteilt werden:
    • Gradpartikeln geben Auskunft über den Grad, also die Stärke von etwas. Sehr oft werden sie im Zusammenhang mit Adverbien oder Adjektiven verwendet. Einige Beispiele:
      • sehr, etwas, zu, recht, total, ziemlich, absolut, überaus, völlig, ungewöhnlich, einigermaßen, enorm, kaum usw.
        • „Ich bin schon ziemlich müde.“
        • „Die Arbeit hat Michael recht schnell erledigt.“
    • Fokuspartikeln ermöglichen eine Hervorhebung oder Einschränkung eines bestimmten Teiles einer Aussage. Beispiele sind:
      • einzig, mindestens, wenigstens, ausgerechnet, auch, bloß, lediglich, zumindest, allenfalls, bestenfalls, nur, vor allem usw.
        • Vor allem der Nachtisch war lecker.“
        • „Wir mussten lediglich fünf Minuten warten und sind dann drangekommen.“
    • Modalpartikeln (Abtönungspartikeln) verleihen einer Aussage eine persönliche Note, d. h. sie können die Einstellung des Sprechers widerspiegeln. Einige Beispiele hierfür sind:
      • eben, ja, aber, halt, denn, mal, eigentlich, vielleicht, bloß, wohl, überhaupt usw.
        • „Ja gut, ich bin halt ein bisschen zu spät gekommen.“
        • „Sie wollte sich eigentlich gar nichts anmerken lassen.“

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