Objektsprädikativ

(Gleichsetzungsakkusativ)

Was ist das Objektsprädikativ?

Das Objektsprädikativ bezieht sich auf das jeweilige Akkusativobjekt im Satz und bestimmt dieses näher. Es wird daher auch oft prädikativer Akkusativ (oder Gleichsetzungsakkusativ) genannt und ist sehr eng mit dem Prädikat verbunden. Grundsätzlich tritt es nur bei bestimmten Verben – den Kopulaverben – auf, welche beispielsweise ‚nennen, finden, halten für, betrachten als, sehen als, anerkennen als‘ usw. sein können. Man muss bei der Bestimmung des Gleichsetzungsakkusativs vorsichtig sein, da man ihn leicht mit dem Akkusativobjekt verwechseln kann. Vergleiche die verschiedenen Erscheinungsformen:

  • Das Objektsprädikativ kann zur Näherbestimmung des Akkusativobjekts folgendermaßen auftreten:
    • als Substantiv (auch mit Begleiter), das im Akkusativ steht:
      • „Sie nannte den Polizisten einen Trottel.“ (Substantiv mit Begleiter → Nominalphrase)
    • oder auch als Adjektiv (Eigenschaftswort):
      • „Wir fanden den Film gut.“ (→ ‚gut‘ ist hier Teil des Prädikats, also Objektsprädikativ)
      • Aber Vorsicht! Hierbei darf das Objektsprädikativ nicht mit dem Attribut verwechselt werden:
        • „Die Rettungskräfte fanden den Kletterer völlig erschöpft.“ (→ ‚völlig erschöpft‘ ist hier nicht Teil des Prädikats, sondern Attribut zum ObjektKletterer‘)
    • Relativ oft kommt der Gleichsetzungsakkusativ als PräpositionalgruppePräpositionalgruppen in der deutschen Grammatik (also mit Präposition) vor:
      • „Er hielt ihn für seinen besten Freund.“ (→ mit Präposition ‚für‘)
      • „Der Chef betrachtet ihn als gefeuert.“ (→ mit Präposition ‚als‘)

Weitere Erklärungen zum »Objektsprädikativ (Gleichsetzungsakkusativ)«

Zum »Objektsprädikativ (Gleichsetzungsakkusativ) in der Grammatik« passen die folgenden Erklärungen, welche ebenfalls interessant und hilfreich sein könnten:

1,3/5 Sterne (4 Stimmen)