Der Modus (Aussageweise)

(Aussageweise in der Grammatik)

Was bedeutet der Modus (Aussageweise) des Verbs?

In der deutschen Sprache kann ein Verb in unterschiedlichen Aussageweisen erscheinen. Diese Aussageweise heißt Modus und drückt die Sichtweise des Sprechers gegenüber seiner Aussage aus. Man unterscheidet zwischen drei Modi (Mehrzahl von Modus):

  1. Der Indikativ (Wirklichkeitsform) drückt die Wirklichkeit aus und beschreibt daher Vorgänge, Zustände usw., welche tatsächlich geschehen. Er ist sozusagen der „normale“ Modus, da er am meisten verwendet wird.
    • Beispiele für den Indikativ sind:
      • „Ich sehe ihn im Garten arbeiten.“
        • Präsens
      • „Die Frau stand völlig überrascht vor ihrem Chef.“
        • Präteritum
  2. Der Konjunktiv (Möglichkeitsform) dagegen drückt mögliche, nicht reale Zustände, Handlungen, Vorgänge, Wünsche usw. aus. Er wird außerdem für die indirekte Rede verwendet.
    • Beispiele für den Konjunktiv sind:
      • „Der Angeklagte sagt, er habe kein Geld.“
        • Konjunktiv I, Präsens
      • Hätte ich mehr gelernt, wäre ich nicht durch die Prüfung gefallen.“
        • Konjunktiv II, Plusquamperfekt
  3. Der Imperativ (Befehlsform) wird für Befehle, Verbote, Ratschläge usw. verwendet.
    • Beispiele für den Modus Imperativ sind:
      • „Hey, hör gut zu! Ich sage es nur einmal.“
        • Imperativ Singular
        • Beachte: Oft sieht man einen angehängten Apostroph bei dieser Imperativform (z. B. „Hör’ gut zu!“). Laut gängiger Grammatikregel ist dies jedoch falsch; es wird kein Apostroph gesetzt (vergleiche dazu Duden).
      • „Markus und Tanja, schlaft euch aus! Morgen haben wir viel Arbeit.“
        • Imperativ Plural
      • „Herr Müller, nehmen Sie sich ein Stück Kuchen! Er schmeckt sehr gut.“
        • Imperativ für höfliche Anreden

Weitere Erklärungen zum »Modus (Aussageweise)«

Zur »Aussageweise in der Grammatik (Modus)« passen die folgenden Erklärungen, welche ebenfalls interessant und hilfreich sein könnten: