Unpersönliche Verben

(Impersonalia in der deutschen Grammatik)

Was sind unpersönliche Verben?

Unpersönliche Verben (Impersonalia) sind Verben, die nur mit dem Personalpronomen ‚es‘ und nicht mit anderen (‚ich, du, er, wir‘ usw.) verwendet werden können. Sie sind nullwertig (Valenz), da sie weder ein Subjekt noch ein weiteres Satzglied fordern. Das Personalpronomen ‚es‘ tritt jedoch an Stelle des Subjekts und dient im Satz entsprechend als Scheinsubjekt.

  • Einige Beispiele für unpersönliche Verben, wobei die meisten von ihnen dazu dienen, das Wetter ausdrücken:
    • schneien, regnen, hageln, gewittern, donnern, dämmern usw.
    • Satzbeispiele:
      • Es schneit schon den ganzen Tag.“
        • Du schneist ...“ oder Ähnliches ist nicht möglich.
      • „In meinem letzten Urlaub hat es nur geregnet.“
      • „Wir müssen uns beeilen, es donnert bereits.“

Unpersönliche Verwendung von persönlichen Verben

Neben den reinen unpersönlichen Verben, die oben aufgelistet sind, gibt es außerdem einige persönliche Verben, die neben ihrer persönlichen Verwendung auch unpersönlich verwendet werden können.

  • Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise die folgenden Verben:
    • geben, klingeln, läuten, klopfen, riechen, spuken, ziehen, brennen, geschehen usw.
    • Beispiel 1:
      • Es klingelt, machst du bitte auf.“ (→ unpersönliche Verwendung mit ‚es‘ als Scheinsubjekt)
      • Mein Nachbar hat gerade geklingelt.“ (→ persönliche Verwendung mit ‚mein Nachbar‘ als Subjekt)
    • Beispiel 2:
      • „Hier riecht es schon etwas komisch, oder nicht?“ (→ unpersönlicher Gebrauch mit ‚es‘)
      • „Puh, du riechst aber stark nach Zigarettenrauch.“ (→ persönlicher Gebrauch mit ‚du‘ als Subjekt)

Weitere Erklärungen zur »Verwendung von unpersönlichen Verben (Impersonalia)«

Zum »Gebrauch der unpersönlichen Verben (Impersonalia) im Deutschen« passen die folgenden Erklärungen, welche ebenfalls interessant und hilfreich sein könnten:

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