Das Scheinsubjekt in der Grammatik

(Ausdrücke, die wie Subjekte verwendet werden)

Was ist ein Scheinsubjekt?

Als Scheinsubjekt wird in der Grammatik ein Ausdruck bezeichnet, der tatsächlich kein ‚richtiges‘ Subjekt ist, sondern nur an dessen Stelle verwendet wird. Solche Scheinsubjekte beziehen sich inhaltlich auf nichts und sind quasi Worthülsen, die lediglich der Satzbildung dienen. Ein typisches Scheinsubjekt im Deutschen stellt das Personalpronomenes‘ dar, welches dann auf verschiedene Weise verwendet werden kann:

  • Das Pronomen ‚es‘ wird beispielsweise als Scheinsubjekt gebraucht, wenn es im Zusammenhang mit Wetterangaben verwendet wird:
    • Es regnet schon wieder.“
    • „Gestern hat es gehagelt.“
    • Es schneit bereits über 800 Meter.“
    • „Manchmal graupelt es.“
    • „Heute windet es aber!“
    • usw.
  • Aber auch um Tages- oder Uhrzeiten anzugeben:
    • Es ist schon 14 Uhr.“
    • „Beim Gongschlag ist es 13 Uhr.“
  • Weitere Erscheinungsformen von ‚es‘ als Scheinsubjekt:
    • Es stinkt!“
    • „Dort roch es schon ein bisschen komisch.“
  • Aber aufpassen: Das Scheinsubjekt ‚es‘ lässt sich leicht mit dem Pronomen ‚es‘ beim unpersönlichen Passiv verwechseln, wo es jedoch kein Scheinsubjekt darstellt. Das Pronomen ‚es‘ kann bei der unpersönlichen Passivbildung nicht an anderer Stelle im Satz stehen:
    • „Wir feierten die ganze Nacht.“ (→ Aktivsatz)
    • Es wurde die ganze Nacht gefeiert.“ (Passivsatz → ‚es‘ kann hier nur an erster Stelle im Satz stehen!)

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