Kopulaverben

(Kopula in der deutschen Grammatik)

Was sind Kopulaverben?

Kopula steht für Verbindendes und beschreibt in der Grammatik die sogenannten Kopulaverben (oder einfach auch nur Kopulas genannt), die das Subjekt mit dem Prädikativ des jeweiligen Satzes verbinden und dadurch das Prädikat bilden. Kopulaverben können außerdem nicht ohne Prädikativ erscheinen. Im Deutschen gibt es nur wenige dieser Verben, die meistverwendeten sind ‚sein, bleiben‘ und ‚werden‘. Vergleiche die folgende Anwendung:

  • Einige Satzbeispiele mit den deutschen Kopulaverben ...
    • ... sein, werden und bleiben:
      • „Michaela wird einmal Bäckerin.“ (→ Nomen als Prädikativ)
      • „Wir bleiben hier.“ (→ Adverb als Prädikativ)
      • „Die Aussicht ist schön.“ (→ Adjektiv als Prädikativ)
  • Zusätzlich gibt es noch Verben, die die Funktion von Kopulaverben übernehmen können und dann so wie sie verwendet werden:
    • Einige dieser Verben sind:
      • nennen, schimpfen, finden, heißen
        • „Die Schüler finden das Theaterstück langweilig.“
        • „Sie nannte ihn einen Dummkopf.“
    • Und weitere solche Verben, die allerdings zusätzlich noch eine Präposition verlangen:
      • gelten als, sehen als, betrachten als, bezeichnen als, anerkennen als, erweisen als
        • „Wir bezeichnen das Unglück mal als Pech.“ (→ mit Präposition ‚als‘)
        • „Die Autofahrer betrachten die hohen Spritpreise als Abzocke.“ (→ mit Präposition ‚als‘)
      • halten für
        • „Sie hält ihn für einen Nichtsnutz.“ (→ mit Präposition ‚für‘)
        • „Petra hielt Markus für klug.“ (→ mit Präposition ‚für‘)

Weitere Erklärungen zu den »Kopulaverben«

Zu den »Kopulaverben in der Grammatik« passen die folgenden Erklärungen, welche ebenfalls interessant und hilfreich sein könnten:

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