Die Klammern

(Gebrauch der runden und eckigen Klammern in der deutschen Sprache)

Wann werden runde Klammern verwendet?

Runde Klammern werden in der deutschen Sprache dazu verwendet, um zusätzliche Informationen in einen Satz einzufügen. Man kann sie als Alternative zu Kommas oder Gedankenstrichen einsetzen, sofern diese zusätzliche Erklärungen umschließen. Folgender Gebrauch ist möglich:

  1. Einfügen von Zusatzinformationen:
    • „Der neue BMW wurde (nach langem Warten) gestern präsentiert.“
    • „Beim Gipfeltreffen in Buenos Aires (Argentinien) gab es keine neuen Erkenntnisse.“
  2. Hinzufügen von ganzen erklärenden Sätzen:
    • „Leider sind wir auf der Autobahn in einen Stau geraten (er zog sich über eine Länge von acht Kilometern) und haben dadurch unseren Flug verpasst.“

Wann werden eckige Klammern verwendet?

Eckige Klammern werden hauptsächlich innerhalb runder Klammern verwendet und folgen in der Anwendung denselben, oben genannten Regeln. Dies bedeutet, dass sie den Inhalt der runden Klammern noch weiter ergänzen, bzw. ihm weitere Informationen hinzufügen. Ein Beispiel hierfür wäre:

  • „Die Ergebnisse, die das Team (Doktor Müller und Herr Baller [zusammen sind sie die Leiter der Entwicklungsabteilung]) veröffentlichen konnte, sind bahnbrechend.“

Darüber hinaus können sie ebenfalls alleine, d. h. nicht in Verbindung mit runden Klammern, verwendet werden. Dies kommt in den meisten Fällen in Zitaten vor:

  1. Um Zitaten Informationen hinzuzufügen:
    • „Der Ingenieur stellte fest: ‚Selbst wenn wir den Test [er beschreibt den Crashtest mit dem Modell T14] erneut durchführen, wird sich die Situation nicht ändern.‘“
  2. Um Auslassungen in Zitaten zu verdeutlichen:
    • „Der Assistent erklärt den Vorfall mit den Worten: ‚[...] und als wir dann die Verbindung herstellten, kam es zum totalen Zusammenbruch durch Überlastung.‘“

Was gibt es bei der Verwendung von Klammern zu beachten?

Klammern können immer nur paarweise gebraucht werden und es ist darauf zu achten, dass in Klammern stehende Sätze stets mit einem Kleinbuchstaben beginnen. Dies gilt auch für Frage- und Ausrufesätze, bei welchen am Ende ein Frage- bzw. Ausrufezeichen steht. In diesen Fällen ist es außerdem möglich, ein weiteres Satzzeichen wie beispielsweise ein Komma folgen zu lassen. Vergleiche:

  • Fragezeichen innerhalb der Klammer:
    • „Ich antwortete mit einem klaren Nein (wer bin ich denn?) und lehnte sein Angebot entschieden ab.“
  • Ausrufezeichen innerhalb der Klammer, gefolgt von einem Komma:
    • „Sie schrie und schrie (komm doch herüber!), aber mir war es egal.“
  • Punkt nach Klammer:
    • „Die Verkäuferin schloss die Tür ab und machte Pause (so wie sie es jeden Tag tat).

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