Der Apostroph

(Gebrauch des Auslassungszeichens in der deutschen Sprache)

Wann wird ein Apostroph verwendet?

Der Apostroph (auch Auslassungszeichen genannt) wird entsprechend immer dann verwendet, wenn Buchstaben, Laute oder ganze Silben ausgelassen werden. Dies ist sehr oft der Fall, wenn die gesprochene Sprache niedergeschrieben wird. Einige Beispiele für die Verwendung des Apostrophs:

  • Zur Verdeutlichung von Umgangssprache:
    • „Nein, wir fahren mit dem Auto.“ → „Nee, wir fahrn mitm Auto.“
    • „Meinen Sie nicht auch?“ → „Meinen S nicht auch?“
  • Bei Eigennamen, wenn die Bedeutung ohne Apostroph unklar wäre:
    • „Das ist Andreas Buch.“ (männlich oder weiblich)
    • „Das ist Andreas Buch.“ (weiblich)
    • auch möglich: „Das ist Andreas Buch.“ (männlich)
  • Bei Eigennamen, wenn diese im zweiten Fall (Genitiv) stehen, kannmuss aber nicht – ein Apostroph gebraucht werden. Stilistisch ist es ratsam, auf den Apostroph zu verzichten:
    • Monikas Nagelstudio
    • besser: Monikas Nagelstudio

Was gibt es bei der Verwendung des Apostrophs zu beachten?

Der Apostroph wird häufig an Stellen gesetzt, an denen keiner benötigt wird. Man sollte daher darauf achten, diesen Übergebrauch zu vermeiden. Einige typische Stellen für übermäßigen Gebrauch verdeutlichen die folgenden Beispiele:

  • Zur Signalisierung des Genitivs (Besitzanzeige):
    • falsch: „Der Parkplatz des Chefs.“
    • richtig: „Der Parkplatz des Chefs.“
  • Bei Zusammensetzungen von Präpositionen und Artikeln:
    • falsch: „Und er rannte direkt ins Haus.“
    • richtig: „Und er rannte direkt ins Haus.“
  • Zur Verdeutlichung der Mehrzahl (Plural):
    • falsch: „Nagelneue PCs und Bildschirme.“
    • richtig: „Nagelneue PCs und Bildschirme.“
  • Bei der Verwendung der Befehlsform (Imperativ):
    • falsch: „Gib mir bitte einen Tipp!“
    • richtig: „Gib mir bitte einen Tipp!“

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